Hyaluronsäure-Infiltrationen in München: gelenkschonende Therapie bei Arthrose und degenerativen Beschwerden
Hyaluronsäure-Infiltrationen werden in der Orthopädie eingesetzt, um Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit arthrotisch oder degenerativ veränderter Gelenke zu verbessern. In der Orthopädischen Praxisklinik Gromer in München erfolgt die Anwendung nach sorgfältiger Diagnostik und individueller Indikationsstellung.
Medizinische Grundlagen
Was ist Hyaluronsäure?
Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Synovialflüssigkeit (Gelenkschmiere) und des Gelenkknorpels. Sie verleiht der Gelenkflüssigkeit ihre viskoelastischen Eigenschaften und ermöglicht ein reibungsarmes Gleiten der Gelenkflächen.
Bei degenerativen Gelenkerkrankungen wie der Arthrose nimmt die Konzentration und Qualität der Hyaluronsäure ab. Dies führt zu erhöhter Reibung, Entzündungsreaktionen und eingeschränkter Beweglichkeit.
Welche Strukturen sind betroffen?
- Gelenkknorpel
- Gelenkinnenhaut (Synovialis)
- Synovialflüssigkeit
Ursachen und Risikofaktoren
Gelenkbeschwerden, bei denen Hyaluronsäure-Infiltrationen erwogen werden, entstehen häufig durch:
- Arthrose (alters- oder verschleißbedingt)
- Überlastung durch Sport oder berufliche Tätigkeit
- Vorangegangene Gelenkverletzungen
- Postoperative Reizzustände nach Gelenkeingriffen
- Fehlstellungen oder biomechanische Fehlbelastungen
Typische Symptome
Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend und können umfassen:
- Belastungsabhängige Gelenkschmerzen
- Anlaufschmerz, insbesondere morgens oder nach Ruhephasen
- Eingeschränkte Beweglichkeit
- Gefühl von Steifigkeit oder „Reibung“ im Gelenk
- Belastungsbedingte Schwellung
Abgrenzung
Akute entzündliche Gelenkerkrankungen, Infektionen oder fortgeschrittene strukturelle Schäden erfordern eine differenzierte Abklärung und sind nicht in jedem Fall für eine Hyaluronsäure-Infiltration geeignet.
Diagnostik
Vor einer Hyaluronsäure-Behandlung erfolgt in der Orthopädischen Praxisklinik Gromer in München eine strukturierte Diagnostik:
- Anamnese: Schmerzcharakter, Belastung, Verlauf
- Klinische Untersuchung: Beweglichkeit, Achsstellung, Gelenkfunktion
- Bildgebung (z. B. Röntgen, Ultraschall, ggf. MRT)
- Beurteilung bisheriger Therapien
Ziel ist die sichere Einordnung des Beschwerdebildes und die Prüfung, ob eine intraartikuläre Therapie sinnvoll ist.
Behandlungsmöglichkeiten
Konservative Therapie
Hyaluronsäure-Infiltrationen werden in der Regel in ein konservatives Gesamtkonzept eingebettet, das beinhalten kann:
- Physiotherapie und gelenkschonendes Training
- Gewichts- und Belastungsanpassung
- Medikamentöse Schmerztherapie nach ärztlicher Indikation
- Physikalische Maßnahmen
Hyaluronsäure-Infiltration
Die Behandlung erfolgt ambulant unter sterilen Bedingungen. Eine genau dosierte Menge Hyaluronsäure wird direkt in das betroffene Gelenk injiziert. Bei Bedarf kann die Injektion unter Ultraschallkontrolle erfolgen, um eine präzise Platzierung zu gewährleisten.
In der Regel wird eine Behandlungsserie von 3-5 Sitzungen im Wochenabstand durchgeführt.
Verlauf und Prognose
Erste Verbesserungen zeigen sich häufig innerhalb von 1-2 Wochen, die volle Wirkung nach etwa 3-4 Wochen. Die Wirkdauer beträgt im Durchschnitt 6-12 Monate und kann individuell variieren. Bei anhaltendem Nutzen kann die Behandlung bei Bedarf wiederholt werden.
Nachsorge
- Für 24 Stunden keine starke Belastung oder sportliche Aktivität
- Ab dem 2. Tag normale Alltagsbewegung möglich
- Kühlung bei leichtem Druck- oder Spannungsgefühl sinnvoll
- Kontrolltermin nach Abschluss der Injektionsserie
Fazit
Hyaluronsäure-Infiltrationen stellen eine gelenkschonende, gut verträgliche Therapieoption bei arthrotischen und degenerativen Gelenkbeschwerden dar. In der Orthopädischen Praxisklinik Gromer in München werden sie nach individueller Diagnostik als Bestandteil eines konservativen Behandlungskonzepts eingesetzt.