Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) in München: nicht-invasive Behandlung orthopädischer Schmerzen

Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) ist ein wissenschaftlich etabliertes, nicht-invasives Verfahren zur Behandlung chronischer Beschwerden des Bewegungsapparats. In der Orthopädischen Praxisklinik Gromer in München wird sie nach sorgfältiger Diagnostik als ergänzende Therapieoption eingesetzt.

Medizinische Grundlagen

Was ist die extrakorporale Stoßwellentherapie?

Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) nutzt gezielte hochenergetische Schallimpulse, die von außen in das betroffene Gewebe eingebracht werden. Diese mechanischen Reize beeinflussen lokale Stoffwechselprozesse, fördern die Durchblutung und können biologische Heilungsmechanismen aktivieren.

In der Orthopädie wird ESWT vor allem bei chronischen oder therapieresistenten Beschwerden eingesetzt, bei denen konservative Maßnahmen allein nicht ausreichend wirksam waren.

Welche Strukturen und Prozesse sind betroffen?

  • Sehnen und Sehnenansätze
  • Muskel- und Fasziengewebe
  • Knochennahe Strukturen
  • Durchblutung und lokale Stoffwechselprozesse

Ursachen und Risikofaktoren

Beschwerden, bei denen eine Stoßwellentherapie erwogen wird, entstehen häufig durch:

  • Chronische Überlastung von Sehnen und Muskelansätzen
  • Degenerative Veränderungen des Bewegungsapparats
  • Durchblutungsstörungen im betroffenen Gewebe
  • Kalkablagerungen in Sehnen oder Weichteilen
  • Verzögerte Heilungsprozesse nach Verletzungen

Typische Symptome

Die Symptome variieren je nach betroffener Struktur, häufig treten auf:

  • Belastungsabhängige oder chronische Schmerzen
  • Druckschmerz an Sehnenansätzen
  • Eingeschränkte Beweglichkeit
  • Morgensteifigkeit oder Anlaufschmerz
  • Wiederkehrende Beschwerden trotz Schonung

Abgrenzung zu akuten Beschwerden

Bei akuten Verletzungen, Entzündungen mit ausgeprägter Schwellung oder systemischen Erkrankungen ist eine Stoßwellentherapie in der Regel nicht angezeigt und erfordert eine gesonderte ärztliche Abklärung.

Diagnostik

Vor einer ESWT erfolgt in der Orthopädischen Praxisklinik Gromer in München eine strukturierte Diagnostik, bestehend aus:

  • Anamnese: Art, Dauer und Verlauf der Beschwerden
  • Klinischer Untersuchung mit Funktionsprüfung
  • Bildgebung bei Bedarf (z. B. Ultraschall)
  • Bewertung bisheriger Therapien

Ziel ist die genaue Lokalisation der Schmerzursache und die Beurteilung, ob ESWT medizinisch sinnvoll ist.

Behandlungsmöglichkeiten

Konservative Therapie

Die Stoßwellentherapie wird in der Regel ergänzend zu konservativen Maßnahmen eingesetzt, darunter:

  • Physiotherapie und Übungsbehandlung
  • Belastungsanpassung
  • Medikamentöse Schmerztherapie nach Indikation
  • Physikalische Maßnahmen

Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT)

Die Behandlung erfolgt ambulant. Nach exakter Lokalisation der Schmerzregion werden gezielte Stoßwellen auf das betroffene Areal appliziert. Eine Sitzung dauert in der Regel etwa 10-20 Minuten.

Üblicherweise werden mehrere Sitzungen durchgeführt, meist 3-6 Behandlungen im Abstand von etwa einer Woche.

Verlauf und Prognose

In Studien und klinischen Beobachtungen wird häufig über eine deutliche Schmerzreduktion nach mehreren Sitzungen berichtet. Erste Effekte können bereits nach 2-3 Behandlungen auftreten. Die nachhaltige Wirkung beruht auf biologischen Regenerationsprozessen und kann über Monate bis Jahre anhalten.

Nachsorge

  • Schonung am Behandlungstag
  • Keine relevanten Einschränkungen im Alltag danach
  • Sportliche Belastung nach ärztlicher Rücksprache
  • Begleitende Physiotherapie je nach Befund sinnvoll

Fazit

Die extrakorporale Stoßwellentherapie ist eine nicht-invasive, gut verträgliche Behandlungsoption bei ausgewählten chronischen Beschwerden des Bewegungsapparats. In der Orthopädischen Praxisklinik Gromer in München wird sie nach fundierter Diagnostik als Bestandteil eines individuellen, konservativen Therapiekonzepts eingesetzt.